Der Fall der Berliner Mauer 1989
Nach über 28 Jahren ihrer Existenz fiel die Berliner Mauer am Freitag dem 09. November 1989. Vorerst versuchte die DDR-Regierung eine kontrollierte Öffnung der Mauer zu erreichen. Grund dafür war eine Massenkundgebung „Wir sind das Volk“ in der Wendezeit und die Forderung der Ausreisefreiheit. Gleichzeitig flüchtete ein Großteil der Bevölkerung in die BRD über die Grenzen der Tschechoslowakei, sowie Ungarn und Österreich. Das Zentralkomitee der SED beschloss eine Regelung der Ausreise, die allerdings auf scharfe Kritik stieß. Noch bevor die neuen Regelungen und Beschlüsse veröffentlicht wurden (unter der neuen Regierungsleitung Egon Krenz) hieß es in den westlichen Medien „Die Mauer ist offen“. Keiner der Grenztruppen noch die eigens dafür eingerichteten Passkontrolle, war darüber informiert. Aufgrund des immensen Druck der Bevölkerung wurde am Grenzübergang Bornholmer Straße um 21:20 Uhr den drängelnden Menschenmassen nachgegeben und die Ausreise nach Westberlin erlaubt.Bis 23:30 Uhr gelang es ca. 20.000 Menschen ohne Passkontrolle in den Westen zu gelangen. Bis Mitternacht waren weitgehend alle Grenzübergänge der DDR geöffnet. Die Medien berichteten über den emotionalen Freigang der DDR-Bürger. Die Ostbürger wurden von West-Berlinern herzlich empfangen. Ein wunderbarer und beeindruckender Moment der Wiedervereinigung war geboren.